Poolwasser erwärmen

Poolwasser beheizen und Badesaison verlängern

Zur Beheizung Ihres Pools gibt es im Wesentlichen folgende Möglichkeiten:

1.) Solarabsorber

Solarabsorber werden in verschiedenen Bauformen und Größen angeboten. Allen ist gemeinsam, dass das Schwimmbadwasser direkt hindurchfliesst. Meist wird hierfür die ohnehin vorhandene Pumpe der Filteranlage benutzt. Wenn dies räumlich nicht möglich ist (z.B. wenn die Filteranlage im Keller des Hauses steht, aber der Solarabsorber auf der entgegengesetzten Seite des Pools auf den Carport soll) kann auch eine zusätzliche Pumpe verwendet werden. Bitte achten Sie auf eine gefahrlose Ausführung der Ansaugöffnung.

Solarabsorber werden als aufrollbare Matten oder Bahnen, aber auch als robuste formstabile Platten angeboten und bestehen meist aus Polypropylen (PP) oder EPDM. Je nach Poolgröße und zur Verfügung stehender Fläche werden mehrere Solarabsorber parallel oder in Reihe gekoppelt.

Für den Anfang kann mit einem Kugelhahn oder einem einfachen 3-Wege-Ventil die Umschaltung zwischen Normal- und Solarbetrieb manuell erfolgen. Doch wer hat die Zeit, je nach Sonnenstand ständig das Ventil zu betätigen? Komfortabler ist eine automatische Solarsteuerung.  

Wie viel Absorberfläche ist erforderlich? Eine Faustregel besagt, dass die benötigte Absorberfläche bei abgedeckten Becken etwa die Hälfte der Wasseroberfläche betragen soll. Wenn der Pool nachts nicht abgedeckt wird, benötigt man etwa die doppelte Absorberfläche, also 100% der Wasseroberfläche.  Denn ein nicht abgedeckter Pool verliert in der Nacht etwa 3°C, während es beim abgedeckten nur etwa 1°C ist. Diesen Verlust muss die Solarheizung am folgenden Tag erst einmal wieder aufholen, bevor die Temperatur vom Vortag wieder erreicht ist.

Steht wenig Dachfläche zur Verfügung, kann man auch effizientere Poolabsorber einbauen, welche durch eine Glasabdeckung bis zum 4-fachen Ertrag bei gleicher Fläche bringen. Nicht empfehlen können wir diverse Varianten mit gerippten Schläuchen oder Eigenbauten mit Schlauch- oder Rohrbündeln auf dem Dach. Sicher bringen diese Konstruktionen auch eine Erwärmung. Aber der Aufwand steht in keinem günstigen Verhältnis zum Ertrag. Ganz zu schweigen von der Optik, dem Druckverlust, der Befestigungsmöglichkeit, der Reinigung, der Entleerbarkeit... 

2. Wärmepumpe

Wenn keine geeignete Fläche für die Anbringung eines Solarabsorbers zur Verfügung steht, empfehlen wir eine spezielle Pool-Wärmepumpe. Diese ist leicht zu installieren und hate gegenüber der Soleranlage den Vorteil, dass sie auch bei schlechtem Wetter den Pool erwärmt. Auch die Pool-Wärmepumpe wird direkt vom Schwimmbadwasser durchströmt und erwärmt diese bei jedem Durchlauf um einige Zehntel Grad. Die dafür benötigte Energie wird zum Großteil der Umgebungsluft entnommen.

Die Wärmepumpe kann durch ihr integriertes Kältemittelsystem eine geringe Außentemperatur nutzen, um Ihren Pool zum Beispiel auf 25 oder 28°C zu erwärmen. Das hocheffiziente, hermetisch gekapselte Kältemittelsystem funktioniert wartungsfrei wie ein Kühlschrank oder eine Klimaanlage im Auto. Nur dass hier nicht der Inhalt gekühlt werden soll wie beim Kühlschrank oder beim Auto, sondern es wird die Umgebungsluft ganz leicht abgekühlt und die "Abwärme" wird an das Poolwasser übertragen. Damit das auch bei kühlen Außentemperaturen funktioniert, wird die Temperatur im Aggregat auf ein höheres Temperaturniveau "gepumpt". Stellen Sie sich das Wärmepumpenprinzip einfach vor wie einen umgekehrten Kühlschrank. Moderne Wärmepumpen können bereits ab ca. 0°C betrieben werden, einige Modelle sogar bis -15°C. Billiggeräte ohne Abtauung funktionieren meist erst ab 5°C.

Die modernen Geräte sind so effizient, dass sie mit Einsatz von 1 kWh elektrischer Antriebsenergie je nach Temperaturpaarung bis zu 5 oder 6 kWh an das Poolwasser abgeben.   

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