Wissenswertes zu Alkalinität / TA-Wert (Säurekapazität)

Der Begriff "TA-Wert" ist gleichzusetzen mit folgenden Bezeichnungen:

  • Alkalinity
  • Alkalität, Alkalinität
  • Säurekapazität
  • Säurebindungsvermögen
  • Carbonathärte / Karbonathärte (KS4.3)

Alle diese Begriffe werden synonym benutzt zur Beschreibung des Säurebindungsvermögens eines Stoffes (in diesem Fall Ihr Poolwasser). Je höher der Wert, umso höher ist die Fähigkeit, den pH-Wert konstant zu halten (Puffervermögen). Der Grad der Alkalinität hängt von der Menge der enthaltenen basisch wirkenden Ionen, hauptsächlich dem Gehalt an Carbonaten ab. Deshalb werden als Korrekturmittel Hydrogencarbonate oder Bicarbonate eingesetzt.

Bitte nicht verwechseln mit der Gesamthärte! Dies ist die umgangssprachliche Wasserhärte, das heißt der Gehalt an Kalziumkarbonat CaCO3 („Kalk“).

Wenn der TA-Wert nicht korrekt ist, können u.a. folgende Probleme auftreten:

  • pH-Wert weicht schnell vom Sollwert ab - zum Beispiel durch Sonne, Niederschläge oder starke Poolnutzung
  • Flockungsmittel wirkt nicht und Trübungen im Poolwasser können nicht ausfiltriert werden
  • Korrosionen und Kalkablagerungen werden begünstigt
  • eine vorhandene Dosieranlage errechnet über die Redox-Messung falsche Chlorwerte (Anlage zeigt andere Chlorwerte an als eine Gegenmessung mit zum Beispiel Teststreifen oder DPD1-Tabletten)
  • Redox-Elektroden lassen sich nicht kalibrieren
  • wenn TA zu niedrig: geringste Mengen an pH-Wert korrigierender Chemie löse starke Änderung am pH-Wert aus
  • wenn TA zu hoch: große Mengen an pH-Wert korrigierender Chemie sind nötig, um überhaupt eine Änderung des pH-Wertes hervorzurufen

Was ist die Ursache für einen zu niedrigen TA-Wert / Alkalinität?

Oftmals die regelmäßige Zugabe von pH-Minus. Die Säurekapazität braucht sich beim Betrieb eines Swimming- oder Whirlpools durch chemische Reaktionen mit der Zeit von allein auf und sollte deshalb regelmäßig kontrolliert und wieder angehoben werden.

Wie kann die Alkalinität / der TA-Wert korrigiert werden?

Ganz einfach: mit > geeigneten Teststreifen oder > elektronischen Testgeräten regelmäßig den TA-Wert messen. Bei Bedarf mit dem angebotenen Pulver korrigieren. Aber auch regelmäßiges ausgiebiges Rückspülen der Filteranlage mit anschließendem Nachfüllen von Frischwasser ist sehr bedeutsam für einen optimalen TA-Wert.

Marktbezeichnungen für geeignete Produkte:

Dosierung: Auf den Produkten findet man folgende Herstellerangaben:

  • Alca-Plus (Natriumbicarbonat): 20 g erhöhen die Alkalinität von 1 m³ um 10 mg/l (=0,2 mmol/l)
  • pH-Stabil (Natriumbicarbonat): 35 g erhöhen die Alkalinität von 1 m³ um 1 Grad dH
  • TAC Plus (Natriumhydrogencarbonat): 17 g erhöhen die Alkalinität von 1 m³ um 0,1 mmol/l

(Bicarbonat ist die veraltete Bezeichnung für Hydrogencarbonat, beides ist das Gleiche!)

Sollwert Alkalinität

0,8…1,5 mmol/l = 80…150 ppm = 80…150 mg/l = 4,5…8,4 °dH

Maßeinheiten 1 mg/l = 1 ppm = 0,02 mmol/l = 0,056 °dH (Bezug: CaCO3)

Einheiten mmol/l °dH ppm mg/l
1 mg/l 0,02 0,056 1 1
1 °dH 2,8 1 17,9 17,9
1 mmol/l 1 2,8 50 50
1 ppm 0,02 0,056 1 1

Vorgehensweise zur Berechnung der TA-Werts Anpassung

  1. Errechnen Sie im ersten Schritt anhand der obigen Angabe die nötige Menge des Produkts.
  2. Die Zugabe der berechneten Menge sollte schrittweise erfolgen.
  3. Lösen Sie das Produkt in einem Eimer Wasser auf.
  4. Geben Sie diese Lösung entlang des Beckenrandes langsam ins Wasser. Langsames Einstreuen im Bereich der Einlaufdüse ist auch möglich. Das Produkt ist sofort löslich und hinterlässt keine Flecken auf der Folie.
  5. Lassen Sie die Filteranlage mind. 4 h laufen, damit sich das Produkt im Wasser verteilen kann.
  6. Messen Sie erneut, um den TA-Wert und den pH-Wert zu ermitteln und anschließend ggf. zu korrigieren. Erst den TA-Wert korrigieren und dann im zweiten Schritt den pH-Wert!
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